Allergologie‎ > ‎

Allergietherapie Kalzium

In der Allergologie wird Kalzium als Mastzellenstabilisator benutzt. Damit kann man einer allergischen Reaktion vorbeugen. Ebenso ist bekannt, dass auf eine ausreichende Kalziumzufuhr achten ist, um eine Osteoporose und die damit verbundenen Knochenbrüchen zu vermeiden.

Nach neuen Daten könnte auf der Basis der Ergebnisse einer deutschen Langzeitstudie mit der vermehrten und dauerhaften Zufuhr von Kalcium in Form von Medikamenten oder Nahrungsmittelergänzungsmitteln, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko verbunden sein. Hier ergab sich ein um 86 Prozent höheres Herzinfarktrisiko für die Gruppe mit dem größten Konsum der exogenen Zufuhr von Kalzium durch Nahrungsergänzungsmittel. Eine schädliche Wirkung einer hohen Kalziumaufnahme über Nahrungsmittel konnte nicht festgestellt werden. Bei der natürlichen Kalziumaufnahme werden gleichmäßige Kalziumkonzentrationen im Blut erreicht.

Die tägliche Einnahme von Kalziumpräparaten führt klar zu erhöhten Kalziumkonzentrationen im Blut. Das kann aus allergologischer Sicht zur Stabilisierung der Mastzellen und damit zu einer Verbesserung der klinischen Symptomatik der allergischen Erkrankung führen. Andererseits kann offensichtlich die intensive und anhaltende Zufuhr von Kalzium (Nahrungsergänzungsmittel) eine Arteriosklerose begünstigen.

Abgesehen vom allergologischen Aspekt, ist daher von Kalziumpräparaten abzuraten, weil deren positiver Effekt auf die Knochendichte relativ gering ist.

Quelle: „Associations of dietary calcium intake and calcium supplementation with myocardial infarction and stroke risk and overall cardiovascular mortality in the Heidelberg cohort of the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition study (EPIC-Heidelberg)“, Kuanrong Li et al.; Heart, DOI: 10.1136/heartjnl-2011-301345.

Bild: Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Comments