Die größte Menge des Katzen- allergens Fel d 1 sitzt im Gesicht des
Tieres. Das ergab eine Studie, bei der die Verteilung des Allergens im
Fell bzw. auf der Haut von Katzen untersucht wurde. Für die Studie
mussten 10 Kater Haare lassen. Nach dem Rasieren an Kopf und Brust wurde
die Haut der Tiere Gewaschen und die Konzentration von Fel d 1 in der
Waschflüssigkeit gemessen. Dabei fanden sich deutlich höhere
Allergenkonzentrationen im Gesicht als im Brustbereich. Nach dem Waschen
der Haut der Tiere waren nur noch geringe Konzentrationen an Allergen
nachweisbar. Allerdings wurde das Allergen so schnell nachproduziert,
dass die ursprüngliche Konzentration bereits nach zwei Tagen wieder
erreicht war.
Schlussfolgerung: Katzen-Allergiker müssten ihr Tier praktisch jeden
Tag gründlich waschen um die Allergenkonzentration spürbar zu
verringern. Vor allem das Gesicht des Tieres ist reich an
Katzenallergen.
Die Sensibilisierung gegen Katzen-Allergene bei Erwachsenen tritt vor allem bei mittleren Allergen-Konzentrationen auf. Da Katzen-Allergene praktisch ubiquitär vorkommen, stellt sich die Frage nach der indirekten Sensibilisierung. Von 306 erwachsenen Patienten mit einer per Picktestung aktuell diagnostizierten Sensibilisierung gegen Katzen-Allergene, hatten 150 mindestens zehn Jahre lang eine Katze gehalten; 156 Patienten hatten niemals eine Katze besessen und waren damit offensichtlich durch indirekte Exposition sensibilisiert worden. Zur weiteren immunologischen Untersuchung wurde das spezifische IgE gegen Katzen-Allergene bestimmt. Patienten mit Katzenhaltung hatten zwar insgesamt ein signifikant höheres spezifisches IgE als die nicht Katzenhalter, doch wurden hohe Spiegel auch bei einigen Patienten mit nur indirektem Katzenkontakt gefunden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer indirekten Sensibilisierung. Nun müssen Wege gefunden werden, wie man die Verbreitung der hartnäckigen Katzen-Allergene vermeiden kann. Die regelmäßige Reinigung der Kleidung von Katzenbesitzern erscheint bisher der einzig praktikable Weg. Empfängliche Personen werden bereits durch niedrige Konzentrationen
von Katzen-Allergenen sensibilisiert. Damit sind die aufgrund der weiten
Verbreitung von Katzenallergenen auch als Nicht-Katzenbesitzer
gefährdet. Erfahrungen hierzu wurden bereits bei Lehreren und
Kindergärtnerinnen gesammelt. |

