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Stichverletzung

Stichverletzungen bei medizinischem Personal treten durch den Umgang mit scharfen Instrumenten, Glas und Kanülen auf.

Nach einer Stichverletzung ist eine entsprechende betriebliche und betriebsärztliche Unfallmeldung zu erstatten.

Grundlage des Vorgehens ist die Beurteilung der konkreten Gefährdung. Hierzu ist eine Vorstellung beim Betriebsarzt erforderlich. Dort werden alle relevanten Fakten über den Verletzungshergang und die Art der Verletzung festgehalten und das weitere Vorgehen abgestimmt.

Von Bedeutung sind der Immunstatus der verletzten Person und der des Patienten, bei dem die Kanüle verwendet wurde (Indexpatient). Daneben ist ein wesentliches Kriterium die Art und Schwere der Stich- oder Schnittverletzung und die möglicherweise kontaminierende Menge Blut.

Weiterführende Informationen bietet die Broschüre M 612/613 Risiko Virusinfektion der BGW.

Kann nach der Gefährdungsanalyse durch den Betriebsarzt ein Infektionsrisiko nicht ausgeschlossen werden, sind Blutuntersuchungen erforderlich.

Zu bestimmen sind: Anti-HCV und Anti-HIV (1und2) (bei allen geimpften Personen)
                                Anti-HBs, Anti-HBc (zusätzlich bei nicht geimpften Personen)

Diese Parameter sind sechs Wochen, zwölf Wochen und sechs Monate nach der Erstuntersuchung zu wiederholen.

Kostenträger der Untersuchungen ist die zuständige Berufsgenossenschaft.
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