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Pollen in Europa aggressiver

veröffentlicht um 10.06.2012, 04:18 von Herbert Lichtnecker

Eine Ansteigen der allergischen Erkrankungen ist in der industrialisierten Welt im letzten halben Jahrhundert als gesichert anzusehen. Sowohl die Inzidenz als auch die Prävalenz der allergischen Krankheitssymptome, vor allem der Atemwegserkrankungen, der allergischen Rhinitis und des allergischen Asthma sind angestiegen. Die Ursache ist weniger in dem Bereich der Luftverschmutzung zu sehen sondern vielmehr Ausdruck des veränderten Lebensstils und vor allem der tatsächlichen Zunahme der Luft-getragenen Mengen an allergenen Pollen. In der Untersuchung der TU-München konnte gezeigt werden, dass eine steigende Tendenz in der jährlichen Menge von Pollen bei vielen Pflanzen in Europa festzustellen ist. Der Effekt ist grundsätzlich in den urbanen Gebieten als ausgeprägter nachzuweisen. Dies begründet sich in der intensiven Aufwirbelung von pollenassoziierten Stäuben, sowie dem höheren CO2 Gehalt der Luft. Die Klimaerwärmung wird von den Forschern der TU-München nicht als ausschlaggebenender Einflüssfaktor auf die luftgetragenen Pollen angesehen.
Ziello C, Sparks TH, Estrella N, Belmonte J, Bergmann KC, et al. (2012) Changes to Airborne Pollen Counts across Europe. PLoS ONE 7(4): e34076. doi:10.1371/journal.pone.0034076
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