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Dachmetalle

Das Bewusstsein für eine intakte Umwelt nimmt erfreulicherweise seit Jahrendeutlich zu. Dies zeigt sich nicht nur in einem zunehmend umweltbewussten Verhaltender Bevölkerung, sondern auch in entsprechenden Vorschriften, wenn es um den Eintrag von Stoffen in die Umwelt geht. Insbesondere ist hier der Schutz des Bodens und des Wassers angesprochen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Eintrag von Schwermetallen in Gewässer. 

Der Begriff „Schwermetall“ ist dabei insofern ungenau, als er nach dem spezifischen Gewicht definiert ist, nicht aber nach der Wirkung der Metalle in der Umwelt.

Während Schwermetalle wie Quecksilber oder Cadmium grundsätzlich toxischwirken sind andere Schwermetalle wie Eisen, Zink oder Kupfer „essentiell“, d.h. für die Existenz von Pflanzen, Tieren und Menschen in der richtigen Dosierung Lebensnotwendig.

Kupfer und Zink werden seit langem bei der Herstellung von Dächern, Regenrinnenund Fallrohren von Gebäuden eingesetzt. Dabei entstehen an den der Witterungausgesetzten Flächen Korrosionsprodukte, von denen ein Teil abgeschwemmt wird und mit dem Regenwasser in die Kanalisation oder in den Boden von Versickerungsanlagen gelangt. Das Maß dieser Einleitungen und die Frage ihrer Schädlichkeit wird derzeit kontroversdiskutiert.

In dem folgenden Sachstands bericht wird daher der aktuelle Stand der Forschung vorgestellt und erläutert, um diese Diskussion zu versachlichen und – insbesondere im Hinblick auf die in der Außenhaut von Gebäudeneingebauten Metalle Kupfer und Zink – die entsprechenden Daten und Fakten zusammenzufassen.
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Manuel Kuhlmann,
06.02.2011, 12:40
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